© Salatkirmes Germerode 2018 - Webmaster Rolf Nickel
Salatkirmes Germerode 30. Mai bis 03. Juni 2019

Rede der Kirmesbeerdigung am 05. Mai 2008

von Kirmespfarrer Florian Zindel

Sehr verehrte Trauergäste, versoffene Bande, Freibiergesichter, räudige Maibaumpflücker, Amtschwester und -brüder! Nach 5 qualvollen Tagen haben wir uns wieder hier im Oberdorf eingefunden, um die Kirmes in ihr Loch zu stürzen. Wobei ich mir am gestrigen Kirmessonntag noch gar nicht sicher war, ob wir überhaupt ein Loch vorfinden würden, da mir einer der Burschen, Timm W. gestern gegen 15.00 Uhr gesagt hatte, dass er noch gar kein Grab ausgehoben habe. Aber es hat, wie ich sehe, doch noch geklappt, wenn auch nur die Sparvariante. Nun möchte ich in meiner Grabrede einen kurzen Abriss des Dramas wiedergeben. Schließt hierzu nun eure vom Suff zugeschwollenen Augen und lauschet des Lebenslaufes der Salatkirmes 2008. Am Kirmesdonnerstag, der zugleich 1. Mai, also Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt und zu allem Überfluss auch noch Vatertag war, schlug die Kirmes wieder ihre Augen auf, um zahlreiche „Uswärtige“ in unser beschauliches Dörfchen zu locken. Als ich mich schon am Donnerstag Mittag nach dem Forschritt der Aufbauarbeiten beim Hopfenblütentee-Ausschenker Björn S. erkundigte, wurde mir berichtet, dass die zahlreichen Jungväter, die die Jahre zuvor das Zelt schon Nachmittags besuchten, um die richtige Temperatur des Lusttrunkes zu überprüfen, diesen Donnerstag überhaupt nicht unterwegs waren. Väter, dass muss sich nächstes Jahr grundlegend ändern! Als nun auch das Discoteam Bo-Music in Zusammenarbeit mit Wozi-Music ihre Hirndurchblasgeräte aufgestellt hatte, wurde am Abend das Zelt von dem feierwilligen und total dehydriertem Volk gestürmt. Auch wenn zahlreiche Schoppengesichter den Boden des Feiertempels mit einem Altglascontainer verwechselten, war es stimmungsvoller Abend, an dem der erste Durst gestillt werden konnte. Als am Kirmesfreitag der erste Rausch mit wenig Schlaf, aber einer Familienpackung Kopfschmerztabletten bekämpft war, wurden im Dorf noch einige Vorbereitungen für den Ausnüchterungsmarsch – auch Festumzug genannt – getroffen, ehe sich die Dorfbevölkerung im Festzelt versammelte. Nachdem mit Kartoffelpuffern Grundlagen für die Alkoholvernichtungsschlacht geschaffen wurden und die Bursche die Kirmes 2008 mit ihrer Rede offiziell eröffnet hatten, wurde der Wettkampf, um die schlechtesten Tänze des Kirmesteams seit 800 Jahren neu eröffnet. Als die Burschen den Eröffnungstanz endlich hinter sich gebracht hatten, trompetete der Fanfarenzug Eschwege den schon leicht gezeichneten Gesichtern den letzen Ohrenschmalz aus den Köppen, damit anschließend alle notgeilen Säcke, bei den Mädchen der Hüppegruppe des Sportvereins ordentlich was zu gucken hatten. Apropos  Sportverein, ich habe erfahren, dass sich die Burschen an dem Abend, als Sie die Hüppegruppe engagierten, sich den Sekt gut schmecken ließen, dass einer der Kirmesburschen der Meinung war, er müsste beim Plakateausfahren am nächsten Morgen seinen Mageninhalt in die Botanik entleeren. Am Freitag Abend habe ich mit meinen leicht erröteten Augen sogar feststellen müssen, dass die Burschen gar nicht mit den Mädchen mitgetanzt haben – tja, selbst schuld! Ich habe auch gesehen, dass Anzüge nicht unbedingt zu den bevorzugten Kleidungsstücken der Burschen gehören, denn das Fädchen, dass beim Sacko den Schlitz auf dem Rücken für den Transport zusammenhält, hat sich bei den Burschen eisernen bis zum Kirmessonntag gehalten. Nach kurzem oder teilweise keinem Schlaf versammelten sich die Waldkämpfer und Kampftrinker, um die Maibäume zu pflücken und aus dem Wald zu zerren. Manche Pflücker brauchten aber auch Sondereinladungen, so z. B. Altbursche Stefan B., der nach 3 Anläufen endlich aus dem Koma erwachte. Leider waren die 3 Kirmeswaisen nicht komplett anwesend, sodass sich meine Wenigkeit, Altbursche Kai M. und Altbursche Hagen B. bereit erklärten, uns von dem Kirmeswaisen Stefan B. zu deren Nachfolgern ausbilden zu lassen. Erste Lektion war, am ganzen Samstag so wenig Maibäume wie möglich zu berühren. Das haben wir auch sehr gut hinbekommen, wobei Kirmesvater Mario A. uns ständig zur Arbeit treiben wollte – hat aber nichts genutzt. Als nun endlich das Frühstück eintraf, wurden wir von Anke A. fragend angeschaut, als ihr berichtet wurde, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Baum in der Hand hatten. Das änderte sich aber, als der mitgebrachte Kaffee unsere Hirne wieder in Wallungen brachte – anschließend arbeiteten wir wie die Tiere. Zu erwähnen wäre noch, dass die Maibäume anscheinend vor den stinkenden Maibaumpflückern geflüchtet sind, da bei 3 Schonungen das Birkengrün gesucht werden musste. Vom Samstag Nachmittag ist zu berichten, dass die vollgesoffene Meute von Waldkämpfer, Amtsbruder Benno Z. eine Freude bereiten wollten und so stellten sie ihm ein Birkenbüschchen von ca. 8 Metern Höhe vor die Tür. Es wurden 3 Versuche gebraucht, um den Baum von der Waagrechten in die Senkrechte zu bugsieren. Das weiter Verteilen der Büsche verlief ohne besondere Vorkommnisse dank den Altburschen Hagen B. und Kai M. Auch das Ständchenspielen verlief friedlich, unter anderem deswegen, weil Kapellenfahrer Nils „Bibo“ Z. jegliche Manipulation am Fahrzeug verhinderte. Nur Altbursche Stefan B. funkte dazwischen, er entwendete in einer Heldentat dem Burschen Jörn A. den Läuferstock, den die Verantwortlichen beim anschließendem Ständchenspielen bei dem Dieb unter Einsatz zahlreicher Biermarken auslösten. Nachdem sich die Meute der Waldkämpfern eine Hand voll Wasser ins Gesicht geschmissen hatte, fand man sie neben ca. 5 Mio. anderen Suffköppen im Festzelt, um der heiligen AKE zu huldigen und deren Weihwasser oral anzuwenden. Auch die sogenannte Fressbude vor dem Eingang zur heiligen Halle ist vor den Vollsaufgeräten nicht verschont geblieben und die Band „Suspenders“ heizte bis in die frühen Morgenstunden ordentlich ein. Am Sonntag morgen trafen sich die noch ziemlich schwankende Kirmesjugend, um den Kirmesgottesdienst zu besuchen. Ich hatte die Ehre Amtsschwester Dorlies S. beim Gottesdienst zu unterstützen. Der anschließende Ausnüchterungsmarsch - äh ich meine Festumzug – verlief reibungslos. Jedoch die Aufstellung gestaltete sich, wie der Nachhauseweg, manche Schoppenklopper wenige Stunden zuvor,nämlich völlig planlos. Auf Nachfragen des Amtsbruders Rolf „Gonzo“ N., wie die Aufstellung sei, bekam er von den Burschen als Antwort: „ Also wir laufen vorn und ..... danach der Rest!“ Wieder im Zelt angekommen wurde den Klängen der Blasmusik gelauscht, bis auch die letzten Alkoholvernichter die obere Alkoholkonzentrationsgrenze von 2,7538 atü auf dem Kessel erreicht hatten. Wie mir jedoch ein Mönch des Ordens der Altburschen zugetragen hat, hat der Wunderstoff Alkohol seine Wirkung gezeigt, so dass z.B. Amtsbruder Jörg S. meinte, er müsste mit einem weiblichen Mitglied seiner Verwandtschaft Kleidertausch durchführen, aber einen schönen Mann kann ja bekanntlich nichts entstellen. Von dieser Tat angeregt sagten sich die Kirmesburschen: „Man muß ein Schwein sein in dieser Welt!“ und  unverzüglich mit Kirmesmutter Iris S. ihren Anzug gegen das Schweinchenkostüm – Helden in Strumpfhosen! Außerdem habe ich aus verlässlichen Quellen erfahren, dass nicht mehr alle Besucher der Kirmes in der Lage waren, das Festzelt auf zwei Beinen zu verlassen, sie bevorzugten die Variante auf allen Vieren. Letztendlich fanden aber alle anderen den Weg nach Hause und Oberfestwirt Karl-Wilhelm S. rollte die Plane am Eingang herunter. Ich weiß aber auch, dass manche Kirmesteammitglieder extreme Probleme hatten, den teuren Gerstensaft in sich zu behalten und schon anfingen Wasser zu lassen, ohne die Hose vorher entfernt zu haben. Am Montag kam das gewohnte Programm zur Anwendung, dass die Kirmesburschen, wie alte Hasen, steuerten auch wenn der Läufer nicht gerade mit Übereifer bei der Sache war. Ach ja, die Sache mit dem Schnaps ausschenken beim Ständchen spielen war verbesserungswürdig, sodass ich persönlich die Sache übernahm und den Schnaps an alle verteilte, die das Ziel noch nicht erreicht hatten. Nun befinden wir uns hier, um der Kirmes die letzte Ehre zu erweisen. Doch bevor wir unsere geliebte Kirmes nach ihrem kurzen Leben in 2008 in die Versenkung hinab lassen werden, lasset uns beten: AKE unser, der du braust unser Gerstensaft, Geheiligt werde ein volles Bierglas. Dein Rausch komme, deine Fässer leeren nie, wie im Festzelt, so auch hier, unseren Durst nimm uns heute, wie auch wir vergeben unserer Leber. Und führe uns nicht in Versuchung eine Selters zu trinken, sondern erlöse uns von unserem Kater. Denn dein ist der Rausch und die Glückseligkeit in Ewigkeit. Prost....... Bekanntmachung: Besucht in Scharen die Homepage der Salatkirmes, dort sind sämtlich Untaten auch noch bildlich dargestellt! Außerdem soll ich nach einer Vollversammlung des Altburschenordens an die Burschen die Antrag stellen, die Kirmes in 2 Wochen noch mal komplett zu wiederholen. Die Kollekte dieser Trauerfeier ist für den Zeltbetrieb Hendrich vorgesehen, damit er im nächsten Jahr, Zeltböden ohne Löcher auslegen kann. Der Rest ist für Volker K., damit er sich eine größere Sonnenbrille kaufen kann, die seine Narbe, die er sich an der Kante seiner eigenen Badewanne zuzog, verdecken kann. Gehet hin im Frieden des Vollrausches! AMEN
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Salatkirmes Germerode 10.bis 14. Mai 2018

Rede der

Kirmesbeerdigung am 05.

Mai 2008

von Kirmespfarrer Florian

Zindel

Sehr verehrte Trauergäste, versoffene Bande, Freibiergesichter, räudige Maibaumpflücker, Amtschwester und -brüder! Nach 5 qualvollen Tagen haben wir uns wieder hier im Oberdorf eingefunden, um die Kirmes in ihr Loch zu stürzen. Wobei ich mir am gestrigen Kirmessonntag noch gar nicht sicher war, ob wir überhaupt ein Loch vorfinden würden, da mir einer der Burschen, Timm W. gestern gegen 15.00 Uhr gesagt hatte, dass er noch gar kein Grab ausgehoben habe. Aber es hat, wie ich sehe, doch noch geklappt, wenn auch nur die Sparvariante. Nun möchte ich in meiner Grabrede einen kurzen Abriss des Dramas wiedergeben. Schließt hierzu nun eure vom Suff zugeschwollenen Augen und lauschet des Lebenslaufes der Salatkirmes 2008. Am Kirmesdonnerstag, der zugleich 1. Mai, also Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt und zu allem Überfluss auch noch Vatertag war, schlug die Kirmes wieder ihre Augen auf, um zahlreiche „Uswärtige“ in unser beschauliches Dörfchen zu locken. Als ich mich schon am Donnerstag Mittag nach dem Forschritt der Aufbauarbeiten beim Hopfenblütentee-Ausschenker Björn S. erkundigte, wurde mir berichtet, dass die zahlreichen Jungväter, die die Jahre zuvor das Zelt schon Nachmittags besuchten, um die richtige Temperatur des Lusttrunkes zu überprüfen, diesen Donnerstag überhaupt nicht unterwegs waren. Väter, dass muss sich nächstes Jahr grundlegend ändern! Als nun auch das Discoteam Bo-Music in Zusammenarbeit mit Wozi-Music ihre Hirndurchblasgeräte aufgestellt hatte, wurde am Abend das Zelt von dem feierwilligen und total dehydriertem Volk gestürmt. Auch wenn zahlreiche Schoppengesichter den Boden des Feiertempels mit einem Altglascontainer verwechselten, war es stimmungsvoller Abend, an dem der erste Durst gestillt werden konnte. Als am Kirmesfreitag der erste Rausch mit wenig Schlaf, aber einer Familienpackung Kopfschmerztabletten bekämpft war, wurden im Dorf noch einige Vorbereitungen für den Ausnüchterungsmarsch – auch Festumzug genannt – getroffen, ehe sich die Dorfbevölkerung im Festzelt versammelte. Nachdem mit Kartoffelpuffern Grundlagen für die Alkoholvernichtungsschlacht geschaffen wurden und die Bursche die Kirmes 2008 mit ihrer Rede offiziell eröffnet hatten, wurde der Wettkampf, um die schlechtesten Tänze des Kirmesteams seit 800 Jahren neu eröffnet. Als die Burschen den Eröffnungstanz endlich hinter sich gebracht hatten, trompetete der Fanfarenzug Eschwege den schon leicht gezeichneten Gesichtern den letzen Ohrenschmalz aus den Köppen, damit anschließend alle notgeilen Säcke, bei den Mädchen der Hüppegruppe des Sportvereins ordentlich was zu gucken hatten. Apropos  Sportverein, ich habe erfahren, dass sich die Burschen an dem Abend, als Sie die Hüppegruppe engagierten, sich den Sekt gut schmecken ließen, dass einer der Kirmesburschen der Meinung war, er müsste beim Plakateausfahren am nächsten Morgen seinen Mageninhalt in die Botanik entleeren. Am Freitag Abend habe ich mit meinen leicht erröteten Augen sogar feststellen müssen, dass die Burschen gar nicht mit den Mädchen mitgetanzt haben – tja, selbst schuld! Ich habe auch gesehen, dass Anzüge nicht unbedingt zu den bevorzugten Kleidungsstücken der Burschen gehören, denn das Fädchen, dass beim Sacko den Schlitz auf dem Rücken für den Transport zusammenhält, hat sich bei den Burschen eisernen bis zum Kirmessonntag gehalten. Nach kurzem oder teilweise keinem Schlaf versammelten sich die Waldkämpfer und Kampftrinker, um die Maibäume zu pflücken und aus dem Wald zu zerren. Manche Pflücker brauchten aber auch Sondereinladungen, so z. B. Altbursche Stefan B., der nach 3 Anläufen endlich aus dem Koma erwachte. Leider waren die 3 Kirmeswaisen nicht komplett anwesend, sodass sich meine Wenigkeit, Altbursche Kai M. und Altbursche Hagen B. bereit erklärten, uns von dem Kirmeswaisen Stefan B. zu deren Nachfolgern ausbilden zu lassen. Erste Lektion war, am ganzen Samstag so wenig Maibäume wie möglich zu berühren. Das haben wir auch sehr gut hinbekommen, wobei Kirmesvater Mario A. uns ständig zur Arbeit treiben wollte – hat aber nichts genutzt. Als nun endlich das Frühstück eintraf, wurden wir von Anke A. fragend angeschaut, als ihr berichtet wurde, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Baum in der Hand hatten. Das änderte sich aber, als der mitgebrachte Kaffee unsere Hirne wieder in Wallungen brachte – anschließend arbeiteten wir wie die Tiere. Zu erwähnen wäre noch, dass die Maibäume anscheinend vor den stinkenden Maibaumpflückern geflüchtet sind, da bei 3 Schonungen das Birkengrün gesucht werden musste. Vom Samstag Nachmittag ist zu berichten, dass die vollgesoffene Meute von Waldkämpfer, Amtsbruder Benno Z. eine Freude bereiten wollten und so stellten sie ihm ein Birkenbüschchen von ca. 8 Metern Höhe vor die Tür. Es wurden 3 Versuche gebraucht, um den Baum von der Waagrechten in die Senkrechte zu bugsieren. Das weiter Verteilen der Büsche verlief ohne besondere Vorkommnisse dank den Altburschen Hagen B. und Kai M. Auch das Ständchenspielen verlief friedlich, unter anderem deswegen, weil Kapellenfahrer Nils „Bibo“ Z. jegliche Manipulation am Fahrzeug verhinderte. Nur Altbursche Stefan B. funkte dazwischen, er entwendete in einer Heldentat dem Burschen Jörn A. den Läuferstock, den die Verantwortlichen beim anschließendem Ständchenspielen bei dem Dieb unter Einsatz zahlreicher Biermarken auslösten. Nachdem sich die Meute der Waldkämpfern eine Hand voll Wasser ins Gesicht geschmissen hatte, fand man sie neben ca. 5 Mio. anderen Suffköppen im Festzelt, um der heiligen AKE zu huldigen und deren Weihwasser oral anzuwenden. Auch die sogenannte Fressbude vor dem Eingang zur heiligen Halle ist vor den Vollsaufgeräten nicht verschont geblieben und die Band „Suspenders“ heizte bis in die frühen Morgenstunden ordentlich ein. Am Sonntag morgen trafen sich die noch ziemlich schwankende Kirmesjugend, um den Kirmesgottesdienst zu besuchen. Ich hatte die Ehre Amtsschwester Dorlies S. beim Gottesdienst zu unterstützen. Der anschließende Ausnüchterungsmarsch - äh ich meine Festumzug – verlief reibungslos. Jedoch die Aufstellung gestaltete sich, wie der Nachhauseweg, manche Schoppenklopper wenige Stunden zuvor,nämlich völlig planlos. Auf Nachfragen des Amtsbruders Rolf „Gonzo“ N., wie die Aufstellung sei, bekam er von den Burschen als Antwort: „ Also wir laufen vorn und ..... danach der Rest!“ Wieder im Zelt angekommen wurde den Klängen der Blasmusik gelauscht, bis auch die letzten Alkoholvernichter die obere Alkoholkonzentrationsgrenze von 2,7538 atü auf dem Kessel erreicht hatten. Wie mir jedoch ein Mönch des Ordens der Altburschen zugetragen hat, hat der Wunderstoff Alkohol seine Wirkung gezeigt, so dass z.B. Amtsbruder Jörg S. meinte, er müsste mit einem weiblichen Mitglied seiner Verwandtschaft Kleidertausch durchführen, aber einen schönen Mann kann ja bekanntlich nichts entstellen. Von dieser Tat angeregt sagten sich die Kirmesburschen: „Man muß ein Schwein sein in dieser Welt!“ und  unverzüglich mit Kirmesmutter Iris S. ihren Anzug gegen das Schweinchenkostüm – Helden in Strumpfhosen! Außerdem habe ich aus verlässlichen Quellen erfahren, dass nicht mehr alle Besucher der Kirmes in der Lage waren, das Festzelt auf zwei Beinen zu verlassen, sie bevorzugten die Variante auf allen Vieren. Letztendlich fanden aber alle anderen den Weg nach Hause und Oberfestwirt Karl-Wilhelm S. rollte die Plane am Eingang herunter. Ich weiß aber auch, dass manche Kirmesteammitglieder extreme Probleme hatten, den teuren Gerstensaft in sich zu behalten und schon anfingen Wasser zu lassen, ohne die Hose vorher entfernt zu haben. Am Montag kam das gewohnte Programm zur Anwendung, dass die Kirmesburschen, wie alte Hasen, steuerten auch wenn der Läufer nicht gerade mit Übereifer bei der Sache war. Ach ja, die Sache mit dem Schnaps ausschenken beim Ständchen spielen war verbesserungswürdig, sodass ich persönlich die Sache übernahm und den Schnaps an alle verteilte, die das Ziel noch nicht erreicht hatten. Nun befinden wir uns hier, um der Kirmes die letzte Ehre zu erweisen. Doch bevor wir unsere geliebte Kirmes nach ihrem kurzen Leben in 2008 in die Versenkung hinab lassen werden, lasset uns beten: AKE unser, der du braust unser Gerstensaft, Geheiligt werde ein volles Bierglas. Dein Rausch komme, deine Fässer leeren nie, wie im Festzelt, so auch hier, unseren Durst nimm uns heute, wie auch wir vergeben unserer Leber. Und führe uns nicht in Versuchung eine Selters zu trinken, sondern erlöse uns von unserem Kater. Denn dein ist der Rausch und die Glückseligkeit in Ewigkeit. Prost....... Bekanntmachung: Besucht in Scharen die Homepage der Salatkirmes, dort sind sämtlich Untaten auch noch bildlich dargestellt! Außerdem soll ich nach einer Vollversammlung des Altburschenordens an die Burschen die Antrag stellen, die Kirmes in 2 Wochen noch mal komplett zu wiederholen. Die Kollekte dieser Trauerfeier ist für den Zeltbetrieb Hendrich vorgesehen, damit er im nächsten Jahr, Zeltböden ohne Löcher auslegen kann. Der Rest ist für Volker K., damit er sich eine größere Sonnenbrille kaufen kann, die seine Narbe, die er sich an der Kante seiner eigenen Badewanne zuzog, verdecken kann. Gehet hin im Frieden des Vollrausches! AMEN