© Salatkirmes Germerode 2019 - Webmaster Rolf Nickel
Salatkirmes Germerode 30. Mai bis 03. Juni 2019

Rede der Kirmesbeerdigung am 21. Mai 2012 von Kirmespfarrer Olaf Stock

Liebe trauende, stinkende von Alkohol, Nikotin und Fressen der letzten Tage, gezeichnete Kirmesgemeinde und neugierig geiernde Anwesende! Schön, das es doch einige von euch Frühschoppenvernichtern und Freibiergesichtern, es geschafft haben, mich bei diesen schweren Gang zu begleiten. Mit letzter Kraft haben wir uns an diesem Örtchen versammelt um Ihr, unserer Salatkirmes 2012, die letzte Ehre zu erweisen. Bevor wir Sie in ihr Loch stoßen, lasst uns besinnen, die von Nikotin vergilbten Hände falten und die von Suff geschwollen Augen schließen, um noch einmal ihr wildes Treiben zu Hören. Auch wie schöne war die gute alte Zeit als die Gummistiefel aus Holz, der Regenbogen noch Schwarzweiß und das Festzelt noch größer war! Hatte sich uns neuer Festwirt H. aus. R. sich da nicht vertan! Die Maichen jedoch hatten die gleiche Größe „wie immer“ bestellt. Am Donnerstagvormittag schmückten die Kirmesmaichen das Zelt festlich aus. Das Prüfen der Trinktemperatur des geliebten Gerstensaftes fiel aus, da noch keine Bedienung des Festwirtes anwesend war und auch sonst noch keine Vorbereitungen hinter der Theke getroffen waren. Man musste die Helfer notdürftig mit Hopfensaft aus der Flasche versorgen. Am Abend strömte die Jugend aus dem Kreis ins Zelt. Jedoch hatten einige Mädchen wohl zu wenig Geld, um genug Kleidungsstoff zu kaufen! (Im nächsten Jahr werden eine Spendenaktion ins Leben rufen). Die Rasselband war so in Feierlaune, dass sie sogar die Bühne neben den DJ’s stürmten und Altkirmesbursche und Kirmesmaichen-Begleitung Rolf N. im Schweiße seines Angesichtes die Bühne von den völlig enthemmten Jugendlichen befreien musste. Auch Altbursche Nils „ich hab ne große Mag-Lite“ Z. half kräftig mit. Ein Germeröder Feuerwehrmann und Alttrinker gefiel es so gut im Zelt, dass er bis in den führen Morgen feierte und danach gleich zur Arbeit aufbrach. Am Freitagmorgen müssten sich die Kirmesmaichen sich sogar als Müllmänner betätigen und Festplatz vom Abfall befreien (das Geld muss man sich halt hart verdienen). Am Abend ging es wieder zum traditionellen Erdapfelkuchen fressen, die von unseren Hüttengrillfahrer Carsten H. zubereitet wurden. Vor der Tanzeröffnung musste sich Kirmesmaichen Kathrin „ich hab immer noch keine Begleitung“ K. noch etwas improvisieren, und kurzerhand musste Altbursche und Amtsbruder Jörg Sch. einspringen. Die Mädchen der Gymnastikabteilung des SCE zeigten Ihrer Tänze. Man sollte auch immer laut Zugabe schreien, vor allem wenn man den Tanz gar nicht beherrscht! Dann hatten die Maichen noch ein Highlight. Es wurden keine Kosten noch Mühen gescheut, die Schürzenjäger und Spaztelruder Katzen (oder so ähnlich) zu angegiert, um die letzten der Suffziegen und Schoppenvernichter zu animieren. Die gesamten Maibäumchenpflücker hatten sich am Samstagmorgen schon versammelt, und wollten schon nach einer Urabstimmung in den Streik treten. Als dann aber doch noch das lang ersehnte Bier mit den Kirmesmaichen angefahren kam, (die hatten wohl den schönen Traum vom ausschlafen geträumt!). Diesen verwirklichte jedoch der KMB (Kirmes-Maichen-Begleitung) Rolf G.N. und erschien erst gar nicht. Nach einigen Stärkungen und sinnlosen Diskussionen konnte (etwas Spät) es in den Wald gehen äh bzw. fahren. Aber wohin? Der Platz, an dem die Maibüsche abgesenst werden sollten war dieses Jahr sehr variabel! Ganze 4-mal musste die Truppe umsetzen! Damit das Bäumezählen nicht wieder zum Desaster werden sollte (man erinnere sich daran als man ein 2. Mal in Wald fahren musste) hatte sich der Kirmesweise „nicht mehr in Germerode wohnhafte“ Altbursche Heiko B. dies zur seine Aufgabe gemacht und trieb dabei alle erbarmungslos an (wir brauche ca. 400 Bäume). Zum Frühstück hatten die Maichen erstmal den falschen weg eingeschlagen und mussten sich durch zwei Telefonanrufe den Weg vom Altburschen erklären lassen, außerdem hatten sie die Zeit zu hause reichlich genutzt, um zu wenig Tassen, für den Kaffee mit in den Wald zu bringen, und, wenn man schon die Brötchen nicht schmiert, die Messer und zum Gehackten und die Zwiebeln zu vergessen (Respekt meine Damen). Der Kirmesweise „auch nicht mehr in Germerode wohnhafter, jedoch in Germerode arbeitende“ Altbursche Nils Z. bewies seine Gelenkigkeit, in dem er von seinem Waldkampfstiefel einen brocken Käse im Stehen aß. Außerdem waren dieses Jahr auch viele Brüllkäfer bzw. Brüllmücken im Wald, die durch ihr lautes „Furz“ Geräusch und gleichzeitigen Gestank gut auszumachen waren. Dieses Jahr sollte auch wieder einen Kandidaten für den größten Maibaum geben, Wilfried (Wilusch) Z. hatte sich diesen Baum, wegen seinem lagen Einsatz am Donnerstag, redlich verdient. Der Rekord des Altburschen, 4-maligen Amtsbruders, fast mal Läufers und zweimaliges Kirmesmädchen und selbst ernannter Kirmesgott“ Gonso N. (Rolf hab ich noch einen Titel vergessen?) aus dem Jahr 2010, wurde nicht gebrochen. Die Maibäume wurden in Rekordzeit im Dorfverteilt (wir brauchen doch nur ca. 300 Stück) und um ca. 13:00 Uhr traf man sich zum gemeinsamen Currywurst-Wettschlingen beim Altfestwirt „Sippel“. Einige Waldkämpfer wollten danach noch nicht aufgeben und fanden sich beim Amtsbruder Benno Z. ein. Der erste Auftritt unsers neuen Läufers Friedrich „mit Schmalz in der Stimme“ Z. verlief sehr gefährlich. Er hatte wohl den Gebrauch des Läuferstöckchens noch nicht so richtig erkält bekommen. Er warf den Stock durch den fast gesamten Wildpark und verletzte noch beinahe einen Musiker der Ständchen-Kapelle. Auch nach mehrmaligen Gebrauch hatte er noch Probleme mit der Kontrolle des Geräts und ließ es ein zweites Mal fallen. Bei der alljährlichen Grillparty auf der Dorfstraße bei Benno Z., an der auch Heiko W. teilnahm, wurde ein neuer Wettbewerb ins Leben gerufen „schlechtester Griller aller Zeiten“. Da er fast alle Würstchen bis zur Unkenntlichkeit auf Grill ließ, hatte er gute Chancen auf diesen Titel, und Altbursche LJ, Schornie B. musste einspringen, damit es überhaupt noch was zu Essen gab. Am Abend spielte die Band vor einer Geisterkulisse im Zelt. Nach einigen versuchen, die wenigen, die doch bis dato ins Festzelt gekommen waren, doch zum Tanzen und nicht zum Gucken des Champions League-Finales zu bewegen, stellten die Band erst einmal das Spielen ein, um dann, dem doch noch gut gefüllten Festzelt, einzuheizen. Am Sonntagmittag glich das Zelt noch einem Schlachtfeld, wie nach der Völkerschlacht bei Leipzig, obwohl die Party schon so früher aus war. Die so genannte „Kirmesjugend“ traf sich zum abligatorischen Gruppenfoto (bzw. dachte das der Fotograf und die Kirmesmaichen), es kam nur ein Pärchen und zwei Altburschen, und einige wenige Umzugteilnehmer, um anschließend zur allgemeinen Alkoholverdunstungsstunde in die Kirche, wo Pfarrerehepaar Sch. schon wartete, zu ziehen (ich sag nur „Dolle Dorfjugend“). Der Fahnenträger Philipp I. hatte wohl nicht vor dem Gang zur Kirche die Gebrauchsanweisung „Wie trage ich die Kirmesfahne“ gelesen, und trug Sie mit beiden Händen neben sich her. Erst nach Aufforderung hatte er die richtige Haltetechnik. Die Kirmesmaichen hatten nach dem Gottesdienst wohl einige Orientierungs- Probleme was den weiteren Ablauf des Kirmesumzuges bzw. wie es anschließend weitergehen sollte. Dadurch kam der Umzug erst langsam in Bewegung. Damit der und Kirmesläufers nicht die Orientierung bei seinem „Sprüngen“ verlor, musste das Feuerwehrauto ihm den Weg weisen, außerdem war das Polizeiauto beschädigt, das Blaulicht funktionierte nicht. Den Maichen blieb auch nichts erspart, die Fahne und der Läuferstock wurden geklaut, und die Fernseh-Übertragung im Zelt, von der nochmaligen Vorstellung des Wettbewerbs „Dolles Dorf“ nach dem man online oder Telefon-TED abstimmen kann, scheiterte an der scheiß Technik. Heute Morgen ging es ein letztes Mal in die heilige Halle zum Frühschoppen hineinschütten. Jedoch mussten die Maichen schon wieder improvisieren. Kirmesläufer Friedrich Z. erschien erst eine Stunde nach dem Beginn im Zelt. Also musste der ehemaliger Läufer „ich mache keinen Kirmesbursche“ Tobias Z. kurz das Amt übernehmen, damit die Kapelle überhaupt spielen konnte. Aber Friedrich hatte einen „Gelbenschein“ zur seiner Entschuldigung. Am Mittag wurden die Mägen noch einmal mit Haxe, Kassler, Sauerkraut und Kartoffelbrei verdichtet, um sich auf das Freibier saufen vorzubereiten. So das war die diesjährige Salatkirmes 2012 so grob. Doch bevor wir Sie ins Loch werfen, wollen wir noch einmal, die von Alkohol aufgequollen Hände, falten und beten: Säufer unser, der Du trinkst an der Theke, Geheiligt werde dein Bierglas Dein Bierfurz komme, Deine Bierfahne wehe, Wie im Bierzelt so auch hier, Unser Täglich AKE gib uns heute, und vergib uns den Vollsuff, Wie auch wir vergeben unser Leber, Und führe uns nicht in Versuchung ein alkoholfreies zu trinken, Sondern erlöse uns von dem Kater, Denn dein ist Suff und der Alkohol in Ewigkeit, Prost. Die Kollekte ist heute wieder einmal für den Verein „vielleicht findet ja doch mal wieder einen Eierklauen statt“ bestimmt, damit das auch endlich wieder was wird. So das war’s! Jetzt könnt ihr sie ihr kühles Grab reinfeuern! Noch was zum Schluss, die Kirmesversammlung mit der Wahl der Kirmesburschen/Maichen, Läufer und Fahnenträger findet im Anschluss im Zelt statt.
© Salatkirmes Germerode 2019 - Webmaster Rolf Nickel
Salatkirmes Germerode 30. Mai bis 03. Juni 2019

Rede der Kirmesbeerdigung am 21.

Mai 2012 von Kirmespfarrer Olaf

Stock

Liebe trauende, stinkende von Alkohol, Nikotin und Fressen der letzten Tage, gezeichnete Kirmesgemeinde und neugierig geiernde Anwesende! Schön, das es doch einige von euch Frühschoppenvernichtern und Freibiergesichtern, es geschafft haben, mich bei diesen schweren Gang zu begleiten. Mit letzter Kraft haben wir uns an diesem Örtchen versammelt um Ihr, unserer Salatkirmes 2012, die letzte Ehre zu erweisen. Bevor wir Sie in ihr Loch stoßen, lasst uns besinnen, die von Nikotin vergilbten Hände falten und die von Suff geschwollen Augen schließen, um noch einmal ihr wildes Treiben zu Hören. Auch wie schöne war die gute alte Zeit als die Gummistiefel aus Holz, der Regenbogen noch Schwarzweiß und das Festzelt noch größer war! Hatte sich uns neuer Festwirt H. aus. R. sich da nicht vertan! Die Maichen jedoch hatten die gleiche Größe „wie immer“ bestellt. Am Donnerstagvormittag schmückten die Kirmesmaichen das Zelt festlich aus. Das Prüfen der Trinktemperatur des geliebten Gerstensaftes fiel aus, da noch keine Bedienung des Festwirtes anwesend war und auch sonst noch keine Vorbereitungen hinter der Theke getroffen waren. Man musste die Helfer notdürftig mit Hopfensaft aus der Flasche versorgen. Am Abend strömte die Jugend aus dem Kreis ins Zelt. Jedoch hatten einige Mädchen wohl zu wenig Geld, um genug Kleidungsstoff zu kaufen! (Im nächsten Jahr werden eine Spendenaktion ins Leben rufen). Die Rasselband war so in Feierlaune, dass sie sogar die Bühne neben den DJ’s stürmten und Altkirmesbursche und Kirmesmaichen- Begleitung Rolf N. im Schweiße seines Angesichtes die Bühne von den völlig enthemmten Jugendlichen befreien musste. Auch Altbursche Nils „ich hab ne große Mag-Lite“ Z. half kräftig mit. Ein Germeröder Feuerwehrmann und Alttrinker gefiel es so gut im Zelt, dass er bis in den führen Morgen feierte und danach gleich zur Arbeit aufbrach. Am Freitagmorgen müssten sich die Kirmesmaichen sich sogar als Müllmänner betätigen und Festplatz vom Abfall befreien (das Geld muss man sich halt hart verdienen). Am Abend ging es wieder zum traditionellen Erdapfelkuchen fressen, die von unseren Hüttengrillfahrer Carsten H. zubereitet wurden. Vor der Tanzeröffnung musste sich Kirmesmaichen Kathrin „ich hab immer noch keine Begleitung“ K. noch etwas improvisieren, und kurzerhand musste Altbursche und Amtsbruder Jörg Sch. einspringen. Die Mädchen der Gymnastikabteilung des SCE zeigten Ihrer Tänze. Man sollte auch immer laut Zugabe schreien, vor allem wenn man den Tanz gar nicht beherrscht! Dann hatten die Maichen noch ein Highlight. Es wurden keine Kosten noch Mühen gescheut, die Schürzenjäger und Spaztelruder Katzen (oder so ähnlich) zu angegiert, um die letzten der Suffziegen und Schoppenvernichter zu animieren. Die gesamten Maibäumchenpflücker hatten sich am Samstagmorgen schon versammelt, und wollten schon nach einer Urabstimmung in den Streik treten. Als dann aber doch noch das lang ersehnte Bier mit den Kirmesmaichen angefahren kam, (die hatten wohl den schönen Traum vom ausschlafen geträumt!). Diesen verwirklichte jedoch der KMB (Kirmes-Maichen-Begleitung) Rolf G.N. und erschien erst gar nicht. Nach einigen Stärkungen und sinnlosen Diskussionen konnte (etwas Spät) es in den Wald gehen äh bzw. fahren. Aber wohin? Der Platz, an dem die Maibüsche abgesenst werden sollten war dieses Jahr sehr variabel! Ganze 4-mal musste die Truppe umsetzen! Damit das Bäumezählen nicht wieder zum Desaster werden sollte (man erinnere sich daran als man ein 2. Mal in Wald fahren musste) hatte sich der Kirmesweise „nicht mehr in Germerode wohnhafte“ Altbursche Heiko B. dies zur seine Aufgabe gemacht und trieb dabei alle erbarmungslos an (wir brauche ca. 400 Bäume). Zum Frühstück hatten die Maichen erstmal den falschen weg eingeschlagen und mussten sich durch zwei Telefonanrufe den Weg vom Altburschen erklären lassen, außerdem hatten sie die Zeit zu hause reichlich genutzt, um zu wenig Tassen, für den Kaffee mit in den Wald zu bringen, und, wenn man schon die Brötchen nicht schmiert, die Messer und zum Gehackten und die Zwiebeln zu vergessen (Respekt meine Damen). Der Kirmesweise „auch nicht mehr in Germerode wohnhafter, jedoch in Germerode arbeitende“ Altbursche Nils Z. bewies seine Gelenkigkeit, in dem er von seinem Waldkampfstiefel einen brocken Käse im Stehen aß. Außerdem waren dieses Jahr auch viele Brüllkäfer bzw. Brüllmücken im Wald, die durch ihr lautes „Furz“ Geräusch und gleichzeitigen Gestank gut auszumachen waren. Dieses Jahr sollte auch wieder einen Kandidaten für den größten Maibaum geben, Wilfried (Wilusch) Z. hatte sich diesen Baum, wegen seinem lagen Einsatz am Donnerstag, redlich verdient. Der Rekord des Altburschen, 4-maligen Amtsbruders, fast mal Läufers und zweimaliges Kirmesmädchen und selbst ernannter Kirmesgott“ Gonso N. (Rolf hab ich noch einen Titel vergessen?) aus dem Jahr 2010, wurde nicht gebrochen. Die Maibäume wurden in Rekordzeit im Dorfverteilt (wir brauchen doch nur ca. 300 Stück) und um ca. 13:00 Uhr traf man sich zum gemeinsamen Currywurst-Wettschlingen beim Altfestwirt „Sippel“. Einige Waldkämpfer wollten danach noch nicht aufgeben und fanden sich beim Amtsbruder Benno Z. ein. Der erste Auftritt unsers neuen Läufers Friedrich „mit Schmalz in der Stimme“ Z. verlief sehr gefährlich. Er hatte wohl den Gebrauch des Läuferstöckchens noch nicht so richtig erkält bekommen. Er warf den Stock durch den fast gesamten Wildpark und verletzte noch beinahe einen Musiker der Ständchen-Kapelle. Auch nach mehrmaligen Gebrauch hatte er noch Probleme mit der Kontrolle des Geräts und ließ es ein zweites Mal fallen. Bei der alljährlichen Grillparty auf der Dorfstraße bei Benno Z., an der auch Heiko W. teilnahm, wurde ein neuer Wettbewerb ins Leben gerufen „schlechtester Griller aller Zeiten“. Da er fast alle Würstchen bis zur Unkenntlichkeit auf Grill ließ, hatte er gute Chancen auf diesen Titel, und Altbursche LJ, Schornie B. musste einspringen, damit es überhaupt noch was zu Essen gab. Am Abend spielte die Band vor einer Geisterkulisse im Zelt. Nach einigen versuchen, die wenigen, die doch bis dato ins Festzelt gekommen waren, doch zum Tanzen und nicht zum Gucken des Champions League-Finales zu bewegen, stellten die Band erst einmal das Spielen ein, um dann, dem doch noch gut gefüllten Festzelt, einzuheizen. Am Sonntagmittag glich das Zelt noch einem Schlachtfeld, wie nach der Völkerschlacht bei Leipzig, obwohl die Party schon so früher aus war. Die so genannte „Kirmesjugend“ traf sich zum abligatorischen Gruppenfoto (bzw. dachte das der Fotograf und die Kirmesmaichen), es kam nur ein Pärchen und zwei Altburschen, und einige wenige Umzugteilnehmer, um anschließend zur allgemeinen Alkoholverdunstungsstunde in die Kirche, wo Pfarrerehepaar Sch. schon wartete, zu ziehen (ich sag nur „Dolle Dorfjugend“). Der Fahnenträger Philipp I. hatte wohl nicht vor dem Gang zur Kirche die Gebrauchsanweisung „Wie trage ich die Kirmesfahne“ gelesen, und trug Sie mit beiden Händen neben sich her. Erst nach Aufforderung hatte er die richtige Haltetechnik. Die Kirmesmaichen hatten nach dem Gottesdienst wohl einige Orientierungs-Probleme was den weiteren Ablauf des Kirmesumzuges bzw. wie es anschließend weitergehen sollte. Dadurch kam der Umzug erst langsam in Bewegung. Damit der und Kirmesläufers nicht die Orientierung bei seinem „Sprüngen“ verlor, musste das Feuerwehrauto ihm den Weg weisen, außerdem war das Polizeiauto beschädigt, das Blaulicht funktionierte nicht. Den Maichen blieb auch nichts erspart, die Fahne und der Läuferstock wurden geklaut, und die Fernseh-Übertragung im Zelt, von der nochmaligen Vorstellung des Wettbewerbs „Dolles Dorf“ nach dem man online oder Telefon-TED abstimmen kann, scheiterte an der scheiß Technik. Heute Morgen ging es ein letztes Mal in die heilige Halle zum Frühschoppen hineinschütten. Jedoch mussten die Maichen schon wieder improvisieren. Kirmesläufer Friedrich Z. erschien erst eine Stunde nach dem Beginn im Zelt. Also musste der ehemaliger Läufer „ich mache keinen Kirmesbursche“ Tobias Z. kurz das Amt übernehmen, damit die Kapelle überhaupt spielen konnte. Aber Friedrich hatte einen „Gelbenschein“ zur seiner Entschuldigung. Am Mittag wurden die Mägen noch einmal mit Haxe, Kassler, Sauerkraut und Kartoffelbrei verdichtet, um sich auf das Freibier saufen vorzubereiten. So das war die diesjährige Salatkirmes 2012 so grob. Doch bevor wir Sie ins Loch werfen, wollen wir noch einmal, die von Alkohol aufgequollen Hände, falten und beten: Säufer unser, der Du trinkst an der Theke, Geheiligt werde dein Bierglas Dein Bierfurz komme, Deine Bierfahne wehe, Wie im Bierzelt so auch hier, Unser Täglich AKE gib uns heute, und vergib uns den Vollsuff, Wie auch wir vergeben unser Leber, Und führe uns nicht in Versuchung ein alkoholfreies zu trinken, Sondern erlöse uns von dem Kater, Denn dein ist Suff und der Alkohol in Ewigkeit, Prost. Die Kollekte ist heute wieder einmal für den Verein „vielleicht findet ja doch mal wieder einen Eierklauen statt“ bestimmt, damit das auch endlich wieder was wird. So das war’s! Jetzt könnt ihr sie ihr kühles Grab reinfeuern! Noch was zum Schluss, die Kirmesversammlung mit der Wahl der Kirmesburschen/Maichen, Läufer und Fahnenträger findet im Anschluss im Zelt statt.