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Salatkirmes Germerode 30. Mai bis 03. Juni 2019

Rede der Kirmesbeerdigung am 26. Mai 1998

von Kirmespfarrer Alexander Stock

1. Begrüßung Liebe stinkende, schmierige, geldgierige, Kirmesgemeinde und neugierig geiernde Anwesende! 2. Einleitung Wie auch die letzten beschissenen Jahre um diese Zeit, so haben wir uns auch heute wieder trotz großer Schmerzen in der Leber sowie im Darmbereich hier an diesem verfluchten Ort zusammengefunden, um Abschied von unserer geliebten Kirmes zunehmen. Da meine Amtsbrüder wie jedes Jahr wegen Trunkenheit ausfielen und sich kein ander bereit erklären konnte; trotz Androhung von Alkoholentzug sowie dem Ausschluß aus dem Deutschen Berufstrinkerverband, ist es jetzt meine Aufgabe eine Abschiedspredigt zuhalten. Lasset mich nun einige kleine Highlights aus diesen letzen fünf versoffenen und verhurten Kirmestagen vortragen. 3. Hauptpredigt Letzten Freitag erwachte unsere Kirmes zu neuem Leben. Wieder wurden Berge von Kartoffelpuffern verdrückt. Auch der Hüppeverein "Zarte Hüfte" ist trotz starker Proteste der ,,Ewigen Kirmesjungfrauen“ aufgetreten und erregte wieder die notgeilen und sabbernden Kirmesmänner. Am Samstagmorgen fanden sich wieder einige Kampftrinker zusammen, die eigentlich in Ruhe ihr Dauersaufen an gesunder Waldluft fortführen wollten. Doch ab und an wurden Sie auch mal zum Arbeiten durch die noch versoffeneren und fauleren Kirmesburschen angehalten. Beim Austeilen der Maibäume passierte dann ein kleines Mißgeschick. Mein Amtsbruder Benno Z. aus Germerode füllte zwei unerschrockene Trinker, die sich schon in den letzten Jahren um das Kirmeswohl verdient gemacht haben, so heftig mit Schnaps ab, daß Sie aus Dank Ihre sämtlichen angetrunkenen und angefressenen Kostbarkeiten auf seinem Hof würdevoll verteilten. Der Samstagabend wurde noch voller und süffiger als die letzten Jahre, selbst der größte Dauersäufer aus einem Nachbarort schaffte den Weg nach Hause nicht ganz, und legte sich vorzeitig zu Ruhe in einen Straßengraben. Tja, das waren die kleinen Highlights der Kirmes 1998. Doch bevor wir die Kiste behutsam in das Loch werfen, wollen wir inbrünstig beten. 4. Gebet Liebe AKE, Geheiligt werden deine trüben Tropfen Wenn sie uns quälen in unseren Köpfen Dein verrosteter Brauereiwagen komme Unsre Bierfahne wehe Wie im Bierzelt so auch hier Unseren täglichen Vollsuff gib uns heute Wie auch wir vergeben unserer Leber Und führe uns nicht in Versuchung eine Selter zu trinken Sondern erlöse uns von dem Kater Denn dein ist der Suff und der Alkohol in Ewigkeit Prost... Nach dieser so trocknen und beschissenen Handlung, wollen wir den Choral singen: Heute blau, morgen blau und übermorgen wieder Kapelle Ich verlese jetzt den Wochenspruch aus dem Bundes-Säuferregister Berlin 6 Flasche 3 Delirium 5. Wochenspruch Steck den Baum des Lebens in den Brunnen der Liebe, leg die Arme auf den Berg Sinai und laß die Glocken zu Jericho läuten. 6. Amtliche Bekanntmachung Die Kollekte dieser Trauerfeier ist im diesen Jahr wie auch in den letzten Jahren für mich bestimmt. Um aber meinen Amtsbruder Benno Z. für die immensen Kosten der Hofreinigung zu entschädigen, fließt 1% der Kollekte an ihn. 7. Schlußwort Laßt mich mit den Worten enden: ,,Nur Gott und die Leber wissen wieviel wir heute Abend noch vertragen, wo doch alles umsonst ist'. Amen
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Salatkirmes Germerode 10.bis 14. Mai 2018

Rede der

Kirmesbeerdigung am 26.

Mai 1998

von Kirmespfarrer

Alexander Stock

1. Begrüßung Liebe stinkende, schmierige, geldgierige, Kirmesgemeinde und neugierig geiernde Anwesende! 2. Einleitung Wie auch die letzten beschissenen Jahre um diese Zeit, so haben wir uns auch heute wieder trotz großer Schmerzen in der Leber sowie im Darmbereich hier an diesem verfluchten Ort zusammengefunden, um Abschied von unserer geliebten Kirmes zunehmen. Da meine Amtsbrüder wie jedes Jahr wegen Trunkenheit ausfielen und sich kein ander bereit erklären konnte; trotz Androhung von Alkoholentzug sowie dem Ausschluß aus dem Deutschen Berufstrinkerverband, ist es jetzt meine Aufgabe eine Abschiedspredigt zuhalten. Lasset mich nun einige kleine Highlights aus diesen letzen fünf versoffenen und verhurten Kirmestagen vortragen. 3. Hauptpredigt Letzten Freitag erwachte unsere Kirmes zu neuem Leben. Wieder wurden Berge von Kartoffelpuffern verdrückt. Auch der Hüppeverein "Zarte Hüfte" ist trotz starker Proteste der ,,Ewigen Kirmesjungfrauen“ aufgetreten und erregte wieder die notgeilen und sabbernden Kirmesmänner. Am Samstagmorgen fanden sich wieder einige Kampftrinker zusammen, die eigentlich in Ruhe ihr Dauersaufen an gesunder Waldluft fortführen wollten. Doch ab und an wurden Sie auch mal zum Arbeiten durch die noch versoffeneren und fauleren Kirmesburschen angehalten. Beim Austeilen der Maibäume passierte dann ein kleines Mißgeschick. Mein Amtsbruder Benno Z. aus Germerode füllte zwei unerschrockene Trinker, die sich schon in den letzten Jahren um das Kirmeswohl verdient gemacht haben, so heftig mit Schnaps ab, daß Sie aus Dank Ihre sämtlichen angetrunkenen und angefressenen Kostbarkeiten auf seinem Hof würdevoll verteilten. Der Samstagabend wurde noch voller und süffiger als die letzten Jahre, selbst der größte Dauersäufer aus einem Nachbarort schaffte den Weg nach Hause nicht ganz, und legte sich vorzeitig zu Ruhe in einen Straßengraben. Tja, das waren die kleinen Highlights der Kirmes 1998. Doch bevor wir die Kiste behutsam in das Loch werfen, wollen wir inbrünstig beten. 4. Gebet Liebe AKE, Geheiligt werden deine trüben Tropfen Wenn sie uns quälen in unseren Köpfen Dein verrosteter Brauereiwagen komme Unsre Bierfahne wehe Wie im Bierzelt so auch hier Unseren täglichen Vollsuff gib uns heute Wie auch wir vergeben unserer Leber Und führe uns nicht in Versuchung eine Selter zu trinken Sondern erlöse uns von dem Kater Denn dein ist der Suff und der Alkohol in Ewigkeit Prost... Nach dieser so trocknen und beschissenen Handlung, wollen wir den Choral singen: Heute blau, morgen blau und übermorgen wieder Kapelle Ich verlese jetzt den Wochenspruch aus dem Bundes-Säuferregister Berlin 6 Flasche 3 Delirium 5. Wochenspruch Steck den Baum des Lebens in den Brunnen der Liebe, leg die Arme auf den Berg Sinai und laß die Glocken zu Jericho läuten. 6. Amtliche Bekanntmachung Die Kollekte dieser Trauerfeier ist im diesen Jahr wie auch in den letzten Jahren für mich bestimmt. Um aber meinen Amtsbruder Benno Z. für die immensen Kosten der Hofreinigung zu entschädigen, fließt 1% der Kollekte an ihn. 7. Schlußwort Laßt mich mit den Worten enden: ,,Nur Gott und die Leber wissen wieviel wir heute Abend noch vertragen, wo doch alles umsonst ist'. Amen